Gambit Vol. #2 „Tombstone Blues“

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Gambit_1Gambit ist einer der unterhaltsamsten X-Men der zweiten Reihe. Er ist der James Bond unter den X-Men. Locker, abenteuerlustig, ein Frauenheld. Er nimmt es mit Gesetzen und Regeln nicht so wichtig und diente bei den X-Men bis dato als Stimmungsaufheller. Umso erfreulicher war es, als James Asmus und Clay Mann mit „Once a Thief…“ einen tollen Einstieg zu ihrer Gambitserie schafften. Mit „Tombstone Blues“ liegt nunmehr der zweite Band der Serie vor.

 

Nach einer klassischen Fillernummer geht die Geschichte um Remy und Joelle weiter. „A man walks into a bar…“ hat alle die Komponenten, die schon den ersten Sammelband unterhaltsam machten. Er ist überdreht, lustig und durch Clay Mann mitreißend gezeichnet. Gambit geht in eine Bar von Tombstone, wo Bösewichte und interessierte Damen zusammengebracht werden. Dort sucht Gambit nach Joelle, die einen Termin mit Tombstone hat. Es entwickelt sich ein aberwitziges Chaos mit launigen Dialogen. Das Hin und Her zwischen Gambit und Bastroc, mit seinem falschen französischem Akzent und Witzen über die Hygiene von Musketieren des 17ten Jahrhunderts, ist einfach nur toll.

Remy und Joelle fliehen vor Tombstones Schergen und erkunden daraufhin ein stillgelegtes Labor von Hydra. Auch hier zitiert James Asmus wieder fröhlich Filmsequenzen und andere Popkultur. In einer Mischung aus „Im Auftrag Ihrer Majestät“, Resident Evil und Doom wird der abgelegene Komplex von Zombies bewacht und nach viel Aktion fliehen die beiden Protagonisten per Jetski in die weite Wildnis Kanadas.

 Als ob dies noch nicht genug sei, taucht dann auch noch Gambits Exfreundin Rogue auf, die einige treffende Fragen bezüglich der neuen Flamme Gambits hat.

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Wie der erste Band, so macht auch „Tombstone Blues“ einen Riesenspass. James Asmus zitiert und kopiert hemmungslos quer durchs popkulturelle Referenzwerk. „A man walks into a bar…“ ist hierbei die bisher beste Einzelnummer der gesamten Serie. Selten war Tiger Shark so unterhaltsam wie hier. Jawohl, ich habe die Wörter Tiger Shark und unterhaltsam in einen direkten Zusammenhang gesetzt.

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Clay Mann ist spätestens seit seinem Lauf bei X-Men Legacy fest bei Marvel verankert. Er hat seinen eigenen Stil entwickelt, der sicher und effizient herüberkommt. Seine Panelaufteilungen werden nie einen Innovationspreis gewinnen, dafür fließt man als Leser über die Seiten. Die Aktionsequenzen sind schnell und kompakt. Die Dialoge sauber integriert. Leider scheint Clay Mann am Ende des Bandes sehr unter Zeitdruck gestanden zu haben. Einige Seiten wirken sehr hingeschludert. Alles in allem aber enttäuscht der Band nicht. Er ist nur nicht ganz so sauber und glatt wie der erste der Serie. Neben Mann liefern noch andere Zeichner einzelne Seiten. Offen gesagt zeigen diese Zeichner aber nur, wie gut der Hauptzeichner der Serie ist.

 Die Gambitserie ist eine gute Empfehlung für alle diejenigen, die ihre Comics nicht so ernst nehmen. Es gibt viel zu lachen, ein wenig zu weinen und man freut sich am Ende einer jeden Geschichte auf die Fortsetzung.

Gambit Vol. #2 „Tombstone Blues“

Von James Asmus, Clay Mann und andere

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